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Amira - Forgotten Islands (2014) Teil 8

Besuch bei den Kopfjägern - Amira/Indonesien Blog Teil 8/12

Während wir unter Wasser versuchen aus der Tiefenströmung herauszukommen, hat der eifrige Bruno schon alles für einen Landausflug auf der Insel Alor vorbereitet.

Abui Häuptling mit seinen Frauen im Dorf von Takbala

Der schnellste Weg die Insel zu erreichen ist mit dem Speedboot zu einem groben Kiesel Strandabschnitt. Kaum sind wir angekommen, stoppt ein klappriger, alter Bus. Eine Tür springt auf und der Fahrer ruft uns zu das wir einsteigen sollen. Die Fahrt führt vorbei an riesigen Palmen-Hainen und Mangobäume die ihre Früchte tragen. Unbeschwert spielen Kinder in den Seitengassen und Hunde liegen träge am Straßenrand. Frauen tragen riesige Berge von gesammeltes Holz auf dem Kopf. Und nun geht es haarsträubend steil den Abhang hinauf. Versteckt an einem Hügel liegt das Dorf Takbala. Dort leben die Abui Indianer, ein früheres Kopfjäger Volk. Ein stolzer Stamm, die Touristen über das Leben und ihre bis heute bestehenden, uralten Bräuche und Sitten aufklären. Drei Häuptlinge, Tamukung, Tinus und Abner begrüßen uns mit einem Lego-Lego Tanz. Es hat nichts mit den bekannten Bausteinen zu tun, sondern es ist ein Freundschaft,- und Willkommenstanz. Tamukung erzählt das die traditionellen Moko Trommeln die uns vorgeführt werden, angeblich seit 300-400 BC in ihrem Besitz sind. Früher wurden sie als Opferkessel für Kopfjäger genutzt. Gott sei Dank haben sich die Zeiten geändert. Kinder lachen unbeschwert. Sie spielen mit Hühnern und Hunden oder toben umher. Nach dem Tanz zeigen die Frauen ihre gewebten Handarbeiten. Darunter große Tücher, Schals oder Decken die sie Icas nennen. Die Farben die die Frauen dazu benutzen, werden noch selber gemischt. Die Männer haben ihre handgeschnitzten Dolche, Ketten und Armreifen auf Decken ausgebreitet. Einige von uns kaufen begeistert. Als wir zurückkehren hören wir lautes Geschnatter. Die Amira hat Besuch! Auf dem Boot sind bereits Einheimische und bieten ihre Ware an. Anita Bode gönnt sich gleich zwei bunte Icas. Sie hat Geburtstag, deswegen gibt es abends was zu feiern. Die Crew hat einen Geburtstagskuchen gebacken und sie wird beim Abendessen damit überrascht. Anschließend wird gesungen und getanzt. Die Crew spielt Gitarre, begleitet mit Bass und Gesang. Ein lustiger Abend, einer von vielen! Denn es gibt während der Fahrt gleich drei Geburtstage zu feiern. Doch eins bleibt immer gleich:


Besser als jede Smartphone Hülle
Einheimische Dorfkinder
84jährige Abui Dorfbewohnerin
Schlauchboottransfer zum Dorf Takbala
Mit dem Bus geht die Fahrt weiter
Ankunft im Dorf
Eingangsschild zum Dorf
Nette Begrüßung
Ikas werden zum Verkauf angeboten
Handgefertigte Armbänder und Ketten
Taucherbrille etwas anders
Moko Drums
Handgefertigte Ikas
Mit den Ikas verdienen die Dorffrauen ihren Lebensunterhalt für die Familie
Vier davon haben wir ergattert
Dorffrauen nähern sich der Amira, um ihre handgefertigten Ikats zu verkaufen. Zwischen den Tauchgängen haben wir Zeit, diese einzigartigen Ikats zu erwerben.
Abui Häuptling mit Rose & Udo
Unsere Taucherfreunde mit Bruno
Es wird ausgiebig Geburtstag gefeiert
Mein Geburtstag auf der Amira
Geile Stimmung und unterhaltsame Luftgitarre
Hier spiegelt sich Geschichte
Rot gefärbte Lippen durch Betel Nuss kauen
Wenn sie das Lego Lego nach dem Klang der Moko Trommeln tanzen, erfüllt das klingende Geräusch ihrer metallenen Fußkettchen die Luft mit jedem Schritt.
Unser Besuch in dem traditionellen Dorf des Abui-Stammes, sie waren bis 1984 Kannibalen. Der Tanz den die Krieger durchführen wenn man das Dorf betritt, bleibt unvergesslich. Für die Zeremonie tragen die Abui bunte Ikats, die in einem Muster, das spezifisch für ihren Stamm ist, handgewebt sind.
Stolzer Abui Häuptling
Abui Häuptling


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© Text: Rose Kefrig, Foto: Udo Kefrig, Team Oceanpics


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